Photo Pistole der Marke Walther

Bar jeder Vernunft

Kuenast

Nicht einfach nur eine Politikerin. Sie ist Vorsitzende des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages.

Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Sie bekommen eine Paintball-Waffe und einen Abstand von 20 Metern zu mir. Ich bekomme ein Gummimesser und eine Gesichtsmaske. Sie werden aufgrund der Verletzungen durch das Gummimesser ein paar Wochen nicht im Fernsehen auftreten wollen und ich brauche keine Reinigung für meine Kleidung.

Selbstverständlich ist das nur Ihr mangelndes Training!

Ich schätze mal, daß auch der bestausgebildete Schütze eines beliebig von Ihnen ausgewählten SEK oder MEK kaum eine bessere Chance als 80-90% hat.

Haben Sie eigentlich noch nie mit den Frauen und Männern der SEKs gesprochen? Oder hören Sie nicht zu?

Frau Künast, ich will Ihnen noch ein Geheimnis verraten: Was Sie bei Arni-Filmen gesehen haben, ist nicht die Realität.

Jedem Anfänger in der Gerichtsmedizin ist bekannt, daß es am Menschen keine Treffer-Stelle gibt, die zur sofortigen Angriffsunfähigkeit führt und nicht potentiell tödlich ist.

Und die Schutzausrüstung der Polizisten – auch die allerbeste – ist eine relative Sicherheit. Tote Polizeibeamte sind der schreckliche Beweis. Und die Hinterbliebenen und Kolleginnen und Kollegen müssen sich von Ihnen, die es besser wissen sollte, solchen Irrsinn „anhören“.

Um das klarzustellen: Selbstverständlich ist in unserem Rechtsstaat jeder unnatürliche Todesfall zu untersuchen. Im Rahmen der Untersuchungen muß auch geklärt werden, ob die Schußabgabe rechtmäßig erfolgte und ggf. ein schuldhaftes Verhalten vorgelegen hat.

In unserem Rechtsstaat darf ich aber auch so dumme Fragen stellen wie Sie: Warum sitzen Sie im Deutschen Bundestag?

Die Antwort hat mir gerade einer meiner Jungs gegeben: „Weil sie gewählt wurde. In einer Demokratie entscheiden Stimmenmehrheiten, nicht Qualifikation.“ Womit wir beim Thema Türkei währen sind. Aber das ist ein ganz anderes Thema

9 Antworten
  1. RA JM
    RA JM says:

    Ach nö, Herr Kollege! Mussten gerade Sie jetzt auch noch in diese unselige Kakophonie einstimmen und sich so – ob gewollt oder nicht – mit Lautsprechern wie Rainer Wendt u.a. solidarisieren?

    Die Frau hat eine Frage gestellt – ob schlau oder nicht – aber auch nicht mehr.

      RAJede:
    • Nein, Herr Kollege. Nein heißt nein!
    • Es war keine Frage. Diese Frage impliziert unsägliche Gefühlskälte.
    • Das ist nicht die Frage eines Dummchens; schauen Sie auf ihre vergangenen und gegenwärtigen Funktionen.
    • Der Tweet ist mieseste Demagogie: Betroffenheit kundtun und dann …
    • Ich habe starke Gefühle für die Opfer und deren Angehörige. Aufgrund meiner Erfahrungen als Anwalt kann ich mir vorstellen, wie entsetzlich der/die Schützen jetzt gerade leiden. Mag sein, daß Psychopathen sowas wegstecken. Polizisten nach meinen Erfahrungen nicht. Die machen den Beruf nicht des Geldes wegen oder weil sie töten wollen.
    • Wenn K. solche Gedanken hegte, hat sie sie nicht geäußert, sondern ohne jede Sachkenntnis-insbesondere vom Ablauf einer solchen Aktion- den Polzisten den Vorwurf gemacht …
    • Nein, ich bin kein Gutmensch und will es nicht sein. Denken Sie aber daran: Auch der Täter hat eine Mutter.
    • Ihr Hinweis auf andere Idioten ist nicht zielführend.
    • Googeln Sie mal auf unserer Hauspostille nach Künast. Beste Gesellschaft, direkte Nähe zu einem Seelenverwandten. Maas.
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  2. JanCux
    JanCux says:

    So bedauerlich dieser Vorfall auch ist, diese Frau (?) Künast sollte mal ihre Partei Kollegen – und ihr Gewissen – mal fragen wie das passieren konnte !

    Abgesehen davon, was macht den so die Antifa, oh… Entschuldigung : Aktivisten ?
    ….dass heißt dann Selbstverteidigung gegen Polizeibrutalität ?

    Auch würde mich interessieren wie Frau (?) Künast reagieren würde, wenn ein potenzieller Attentäter von ihren, von den Bürgern bezahlter, Bodyguard erschossen wird….auf diesen Tweet bin ich richtig gespannt !

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  3. W. Brecht
    W. Brecht says:

    und solche Politiker erhalten Polizeischutz, d.h. daß diese Polizisten für einen solchen Politiker ihr Leben und ihre Gesundheit aus Spiel setzen.
    Denk ich an Deutschland in der Nacht …

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  4. JanCux
    JanCux says:

    “Eine Nation kann ihre Narren überleben – und sogar ihre ehrgeizigsten Bürger. Aber sie kann nicht den Verrat von innen überleben. Ein Feind vor den Toren ist weniger gefährlich, denn er ist bekannt und trägt seine Fahnen für jedermann sichtbar.
    Aber der Verräter bewegt sich frei innerhalb der Stadtmauern, sein hinterhältiges Flüstern raschelt durch alle Gassen und wird selbst in den Hallen der Regierung vernommen. Denn der Verräter tritt nicht als solcher in Escheinung: Er spricht in vertrauter Sprache, er hat ein vertrautes Gesicht, er benutzt vertraute Argumente, und er appelliert an die Gemeinheit, die tief verborgenen in den Herzen aller Menschen ruht.
    Er arbeitet darauf hin, dass die Seele einer Nation verfault. Er treibt sein Unwesen des Nächtens – heimlich und anonym – bis die Säulen der Nation untergraben sind. Er infiziert den politischen Körper der Nation dergestalt, bis dieser seine Abwehrkräfte verloren hat. Fürchtet nicht so sehr den Mörder. Fürchtet den Verräter. Er ist die wahre Pest!”

    (Marcus Tullius Cicero)

    Bleiben wir wachsam……

    Antworten
  5. ich
    ich says:

    Auch wenn wir fachlich nicht immer einer Meinung sein sollten: hier kann ich Ihnen nur uneingeschränkt zustimmen.

    @JanCux: Cicero war ein sehr kluger Mann; das genannte Zitat erfüllt mich allerdings mit sehr gemischten Gefühlen, da es in der Vergangenheit einen gewissen Jürgen Brenneke zu seiner Auffassung der „Fremden Heere Mitte“ (Insider können mir sicher folgen) inspiriert haben dürfte.

    Antworten
  6. Falbala146
    Falbala146 says:

    Ich kann die ganze Aufregung um den Künast-Post nicht nachvollziehen. Die erste Meldung zu dem Ende dieses Axtmörder-Dramas besagte, der Tatverdächtige sei auf der Flucht erschossen worden. Da war auch mein erster Gedanke, ob das mal so in Ordnung war. Diese Meldung war sicher auch der Anlass für diese Frage von Frau Künast.

    • RA Jede:
      Das meinen Sie nicht wirklich – mit Ihrem ersten Gedanken?

    Frau Künast vorzuwerfen, dass ihr Kenntnisse in Gerichtsmedizin fehlen, finde ich albern. Kenntnisse in Gerichtsmedizin sind keine Voraussetzung für den Posten eines Bundestagsabgeordneten, und dazu stellt man ja Fragen, um diese dann von Leuten beantwortet zu bekommen, die es besser wissen. Und jeder Jurastudent im ersten Semester weiß, dass Notwehr eine gegenwärtige Bedrohungslage voraussetzt, und bei der Formulierung „auf der Flucht erschossen“ gehen demzufolge doch eigentlich bei jedem Juristen erstmal die Warnlampen an.

    • RA Jede:
      Bitte erst lesen, dann denken, dann kommentieren! Ich habe nicht den Vorwurf gemacht, den Sie behaupten.

      Ich erwarte alledings, daß ein Politiker in der Position und mit dieser Ausbildung weiß, daß Action-Filme nicht die Realität wiedergeben. Ich erwarte von ihm, daß er weiß, daß es ein „angriffsunfähig schießen“ nicht gibt. Katzen sagt man zahlreiche Leben nach. Menschen sterben bei einer „harmlosen“ Fleischwunde. Die Mediziner, da sie sich das physiologisch immer noch nicht erklären können, sprechen von einem Schocktod. „Angriffsunfähig“. Ich kriege das Kotzen. Das kann doch nur ernsthaft in Erwägung ziehen, wessen Hirn durch unzählige amerikanische Action-Filme denkunfähig geballert wurde.

      Sicherlich gehen nicht „bei jedem Juristen erstmal die Warnlampen an“. Sie geht bei denjenigen an, die per se anderen (Polizei?) ein unrechtmäßiges Verhalten unterstellen. Andere denken vielleicht so, wie ich es beschrieben habe.

    Wenn wir nicht solche Zustände wie in Amerika bekommen wollen, wo schwarze Bürger von Polizisten auch gerne mal in den Rücken geschossen werden, dann darf man nicht damit anfangen so zu tun, als wären Polizisten irgendwie qua Uniform immer im Recht, sobald ein anderer zu Schaden kommt. Wenn die Lage so eindeutig für das Notwehrrecht des Polizisten spricht wie Sie sagen, dann braucht der Polizist diese Nachfrage ja auch nicht zu befürchten, zumal eine Untersuchung ja – wie Sie auch sagen – ohnehin stattfindet. Also wozu die große Aufregung?

    • RA Jede:
      Wenn Sie hier weiter Ihre Kommentare lesen wollen: Gerne pointiert, gerne scharf.

      wo schwarze Bürger von Polizisten auch gerne mal in den Rücken geschossen werden

      So nicht!

      Und Ihr Vergleich ist sowas von bescheuert … Keiner hat behauptet, daß Polizisten immer im Recht sind; ein Bezug zur Uniform fehlt im Beitrag völlig.

      Ein vielleicht passender Vergleich: Sie hören von einem Menschen, der nach einem Verkehrsunfall schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert wurde und ein Politiker twittert:

      Tragisch und wir hofften für den Verletzten. Wieso haben die Ärzte ihn nicht gerettet???? Fragen! #PR-Geil

      Ich habe nicht behauptet, daß die Lage so eindeutig für das Notwehrrecht des Polizisten spricht. Ich habe weder den Begriff der Notwehr, noch den der Nothilfe verwandt. Ich habe diesbezüglich überhaupt keine Vermutungen angestellt.

      Und ehrlich: Sind Sie so ein Idiot oder tun Sie nur so:

      Man braucht Nachfragen nicht zu befürchten?

      Kinder kommen nach Hause und berichten Ihnen, daß Sörens Vater gesagt hat, Sie haben ihm in den Rücken geschossen, gerne mal, wie in Amerika. Ahnen Sie, was im Dienst los ist, wenn ein solcher Verdacht aufgeworfen wird? Die Familie, die Nachbarn, der Freundeskreis, alles wissen es besser als Sie!

      Es ist eine Tragödie für sehr viele Menschen. Auch und besonders für denjenigen/diejenigen und deren Angehörige, die den Tod eines anderen verursacht haben. Mütter weinen. Väter weinen. Kinder weinen. Freunde weinen. Zukunft ist vernichtet. Schulausbildungen sind in Gefahr. Es ist nicht eine Tragödie, es sind viele Tragödien. Und K. twittert fröhlich: „Tragisch und wir hoffen für die Verletzten …“

      Wozu also die große Aufregung?

    Antworten

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