Vergütung

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Vergütung – Was Sie wissen sollten

Reden Sie vorher mit uns über das, was Sie bezahlen möchten, unsere Vergütung! Das erste Gespräch mit uns kostet Sie solange nichts, bis wir Ihnen etwas anderes sagen.

Wie auch sonst im Leben kann alles aufwendiger oder wenig aufwendig gestaltet werden. Sie bestimmen den Umfang unserer Tätigkeit. Wir wollen und können nicht kostenlos arbeiten. Für unsere Leistungen möchten wir ein Äquivalent in Geld.

Das Gleichgewicht zwischen unseren Leistungen und Ihrer Bezahlung soll beiden Seiten das Gefühl vermitteln:

„Es hat sich gelohnt!“

Mandatsanbahnung kostenlos!

Bevor es dazu kommt, müssen beide Parteien wissen, ob ein Auftrag zustande kommen kann/soll, ob wir die nötige Zeit für die Bearbeitung Ihres Auftrages aufbringen können, ob die Sache eine „rechtliche Dimension“ hat, ob wir „zusammen passen“.

Dieser Teil, die Mandatsanbahnung, ist für Sie kostenlos. Häufig genug werden wir gemeinsam feststellen, daß Sie in einem an uns herangetragen Fall unserer Hilfe nicht bedürfen.

Daran anschließend kann – muß aber nicht – eine kostenpflichtige Beratung erfolgen oder der Auftrag an uns, Sie zu vertreten. Das kostet Geld. Wieviel Geld, ist regelmäßig verhandelbar.

Sollen wir für Sie schätzen?

Falls Sie zunächst ein unverbindliches Beratungsgespräch mit uns wünschen und bei uns noch kein Mandantenkonto für Sie eingerichtet ist, können Sie uns auch über die Rufnummer

09001/ RA 4 YOU (09001/ 72 4 968)
(2.99 €/Min. aus dem Festnetz; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen)

erreichen und ein preiswertes Erstberatungsgespräch mit uns führen. Ein Stundenhonorar, ein Pauschalhonorar, die gesetzlichen Gebühren; seit dem 01.07.2004 sind Vereinbarungen zulässig, die für den Erfolgsfall das Vielfache der gesetzlichen Gebühren fällig werden lassen. Auf den Seiten der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) finden Sie weitere Hinweise zur Rechtsanwaltsvergütung

Fragen Sie uns! Sonst gilt wie immer im Leben:

„Wer nicht sagt, was er will, bekommt, was er befürchtet!“

Unsere Mandanten können unter den bekannten Zahlungsarten wählen: Überweisung nach Erhalt der Honorarrechnung, per Einzugsermächtigung oder ganz altmodisch und immer noch sehr beliebt: Barzahlung.

Waffenrecht

Anwälte für Waffenrecht

Ob das Waffenrecht Recht oder Unrecht ist, ist eine rechtsphilosophische Überlegung.

Jedenfalls müssen wir damit umgehen.

Es ist nicht zu erwarten, daß die ca. 570 Waffenbehörden in Deutschland die WaffVwV einheitlich anwenden werden.

Die Erfahrung lehrt, daß die Staatsanwaltschaften und Gerichte auf die Hilfe versierter Strafverteidiger angewiesen sind, die ihnen den Zugang zum Waffenrecht „erleichtern“.

Ein Beispiel für diese Arbeit ist unser Beitrag Pfefferspray.

Die für den Strafverteidiger typische Situation wird vom Mandanten als Albtraum empfunden: Die in Waffensachen regelmäßig stattfindenden Wohnungsdurchsuchungen. Hier kommt es darauf an Ruhe zu bewahren und Rechtsanwalt Jede mit der 24/h-Notrufnummer hinzuzuziehen!

Das Waffenrecht wird schneller novelliert also sonst ein Rechtsgebiet. Seit Verkündung des neuen Waffengesetzes 2002 erfolgten zahlreiche Änderungen, die ersten Berichtigungen handwerklicher Fehler des Gesetzgebers mußten bereits zwei Monate nach Verkündung des Gesetzes, noch vor dem Inkrafttreten am 1. April 2003 erfolgen.

Das Rechtsgebiet Waffenrecht hat sich zu einer Spielwiese entwickelt.

Ziemlich unbemerkt hat der Gesetzgeber Hunderttausende zu Straftätern gemacht, die– häufig wohl längst vergessene – Butterflymesser, Fallmesser, Wurfsterne, etc. noch in irgendeiner Kellerecke aufbewahren. Solche Souvenirs aus Südeuropa sind mittlerweile verbotene Waffen und die Strafen können sehr hart ausfallen.

Allein deren Besitz wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Das Waffengesetz ist selbst für Fachleute unter den Rechtsanwälten und Strafverteidigern kaum noch durchschaubar. In diesen Zeiten kommt es schnell zu einer Hausdurchsuchung und Beschlagnahme der Souvenirs, verbotenen Waffen.

Die Problematik der unangemeldeten Kontrollen gem. § 36 Abs. 3 WaffG in den Wohnungen der legalen Waffenbesitzer wird immer brisanter, da die Behörden die ihnen gesetzten Grenzen häufig mißachten. Auf den Treffen der Fachleute, wie dem Deutschen Jagdrechtstag, dem Rechtsanwalt Jede angehört, werden die abstrusesten Vorgehensweisen der Behörden berichtet.

Wir beraten Sie engagiert in allen Bereichen des Waffenrechtes, nicht nur beim Widerruf der Waffenbesitzkarten (WBKs)/Jagdscheine und kennen die Bezüge zum Strafrecht / Jagdrecht.

In unserer Hauspostille finden Sie weiterführende Berichte zum Waffenrecht, beispielsweise einen Einblick in die juristische Subsumtionstechnik am Beispiel Pfefferspray: Ein Blick in die Hexenküche / Waffenrecht für Anfänger

Aufgrund der hohen Nachfrage: Unser Waffenrechtsblog

Verkehrsrecht

Bild Dampflok

Das Verkehrsrecht ist ein Sammelbegriff für die vielfältigsten Problemstellungen rund um den Straßenverkehr. Es betrifft vom Fußgänger über den Radfahrer auch Fahrzeuge aller Art, die am Verkehr teilnehmen.

Einen groben Überblick kann diese Aufstellung geben:

  • Verkehrszivilrecht
  • Versicherungsrecht
  • Verkehrsstraf- und Ordnungswidrigkeitenrecht
  • Recht der Fahrerlaubnis

Verkehrszivilrecht

Auch beim Verkehrszivilrecht handelt es sich um einen Sammelbegriff. Er ist wenig aussagekräftig. Der Jurist würde es im Wesentlichen mit Verkehrshaftungsrecht und Verkehrsvertragsrecht beschreiben. womit es begrifflich aber auch nicht besser wird.

Im Wesentlichen handelt es sich bei dem Verkehrshaftungsrecht um die Abwicklung von Verkehrsunfällen gegenüber dem Unfallgegner, dem Halter des Unfallfahrzeugs oder seiner Haftpflichtversicherung.

Den Begriff Verkehrsvertragsrecht ist noch komplexer. Denn es geht hierbei u.a. um das Kaufrecht bei Neu- oder Gebrauchtfahrzeugkäufen aller Art, der Abwicklung der Sachmangelhaftung falls das gekaufte Fahrzeug fehlerhaft ist oder falsch beworben wurde oder auch die Rückgabe eines Fahrzeugs wegen eines Mangels.

Aber nicht nur beim Kauf, sondern auch bei der Reparatur von Fahrzeugen kann es zu Problemen kommen, die gelöst werden müssen.

Obendrein sind die Finanzierung und das Leasing von Fahrzeugen aller Art hier inbegriffen.

Versicherungsrecht

Hierunter fallen Fahrzeughaftpflicht-, Teil- und Vollkasko aber auch Personenversicherungen, die für Insassen oder den Fahrers des eigenen Fahrzeugs abgeschlossen wurden.

Verkehrsstraf- und Ordnungswidrigkeitenrecht

Dies ist weites Feld, mit dem fast jeder am Verkehr teilnehmende Kraftfahrer zwangsläufig in Konflikt gerät.

Das Verkehrsstrafrecht reicht von einem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsrecht über die Unfallflucht bis zur Trunkenheitsfahrt und kann schwerwiegende Sanktionen nach sich ziehen.

Hiervon zu unterscheiden sind die Ordnungswidrigkeiten, wie z.B. das zu schnelle Fahren, der Rotlichtverstoß oder auch nur das Falschparken.

Aber auch bei Ordnungswidrigkeiten können hohe Geldbußen, Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot drohen, sodass damit nicht zu spaßen ist.

Recht der Fahrerlaubnis

Hierunter sind alle Fragen rund um den Führerschein zu verstehen.

Rechtliche Fragen stellen sich am häufigsten, wenn eine Fahrerlaubnis entzogen wurde und sie wiedererlangt werden will. Von Interesse ist hier z.B., welche Fahrerlaubnisklassen wiedererteilt werden, wenn ursprünglich eine nach altem Recht (Klassen 1-5) erteilte Fahrerlaubnis entzogen wurde. Die „neue“ Fahrerlaubnis wird nämlich anhand der neueren EU-weit geltenden Fahrerlaubnisklassen (Klassen AM – T) erteilt.

Verkehrsunfall

Ob Fußgänger, Rad-, Motorrad-, Kfz- oder LKW-Fahrer; jedem kann im Straßenverkehr ein Unfall widerfahren.

Oft passiert wenig oder zum Glück nur den Fahrzeugen etwas.

Jedoch gilt es in jedem Fall, kompetent beraten zu werden.

Auch wenn Sie keine Schuld an einem Unfall trifft:

Sobald eine gegnerische Haftpflichtversicherung Ihnen gegenüber den Schaden reguliert, verfolgt diese nicht Ihre, sondern eigene Interessen.

Denn je weniger die Haftpflichtversicherung an Sie zahlt, desto günstigere Prämien wird sie im nächsten Jahr ihren Kunden anbieten können. Die gegnerische Versicherung wird Ihnen deshalb nicht verraten, welche Ansprüche Sie wirklich haben.

Sagen Ihnen die in diesem Zusammenhang gebräuchlichen Ausdrücke wie merkantiler Minderwert, abstrakter Nutzungsausfall, Schadensminderungspflicht, Betriebsgefahr oder unabwendbares Ereignis etwas?

Wissen Sie, welche Verpflichtungen Sie im Falle eines Unfalls treffen, wenn Sie Ihr Fahrzeug geleast haben? Das böse Erwachen kann bei der Leasingrückgabe in Form einer hohen Leasingnachforderung auf Sie warten.

Oft müssen sich die aufnehmenden Polizeibeamten den Unfallhergang zusammenreimen, sodass es zu allem Überfluss vorkommt, dass nach einem Unfall ein Bescheid der Bußgeldstelle im Briefkasten landet.

Wir sind in jedem Fall für Sie da!

Arbeitsrecht

1. Allgemeines zum Kündigungsschutz

Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses erfolgt gemäß den Bestimmungen der §§ 620 bis 627 BGB und bedarf der Schriftform (§ 623 BGB).

Die Kündigungsfreiheit des Arbeitgebers ist dabei allerdings durch den allgemeinen wie den besonderen Kündigungsschutz eingeschränkt. Zur Sicherung des Kündigungsschutzes bestimmt § 613 a BGB, dass bei einer rechtsgeschäftlichen Übertragung eines Betriebes oder Betriebsteils (Betriebsübergang) der Erwerber schon von Gesetzes wegen in die Rechte und Pflichten der bereits bei Übergang bestehenden Arbeitsverhältnisse eintritt und damit neuer Arbeitgeber wird.

Über das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) wird im Wesentlichen der allgemeine Kündigungsschutz des Arbeitnehmers gesichert. Das Kündigungsschutzgesetz gilt allerdings nicht in Kleinbetrieben, d.h. in Betrieben, die lediglich zehn oder weniger Arbeitnehmer beschäftigen. Weitere Voraussetzung für die Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes ist, dass die Kündigung gegenüber einem Arbeitnehmer erklärt wird, dessen Arbeitsverhältnis in dem selben Betrieb oder Unternehmen ohne Unterbrechung länger als sechs Monate bestanden hat. Die Kündigung ist dabei unwirksam, wenn sie nicht sozial gerechtfertigt ist (§ 1 KSchG). Der Arbeitgeber muss also einen Kündigungsgrund haben, der entweder in der Person (personenbedingte Kündigung) oder im Verhalten des Arbeitnehmers liegt (verhaltensbedingte Kündigung) oder durch dringende betriebliche Erfordernisse bedingt ist (betriebsbedingte Kündigung), die einer Weiterbeschäftigung entgegenstehen. Im letzteren Fall muss der Arbeitgeber bei der Auswahl des zu kündigenden Arbeitnehmers soziale Gesichtspunkte ausreichend berücksichtigen (Sozialauswahl). Hier sind die sog. sozialen Grunddaten, d.h. die Betriebszugehörigkeit, das Lebensalter, die Frage der Unterhaltspflichten und eine Schwerbehinderung der Arbeitnehmer zu berücksichtigen.

Darüber hinaus ist eine Kündigung unwirksam, wenn Vorschriften des besonderen Kündigungsschutzes bzw. etwa des betriebsverfassungsrechtlichen Kündigungsschutzes verletzt sind. So ist regelmäßig eine versäumte oder fehlerhafte Betriebsratsanhörung ein Grund für die Annahme der Unwirksamkeit de Kündigung. Soweit vorhanden, ist ein Betriebsrat vor jeder – ordentlichen oder außerordentlichen – Kündigung zu hören. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von weiteren Kündigungsschutzgründen: So sind etwa Mitglieder des Betriebsrats, einer Personalvertretung und einer Jugend- oder Auszubildendenvertretung grundsätzlich ordentlich nicht kündbar. Gleiches gilt für Mitglieder eines Wahlvorstands und für Wahlbewerber, dies allerdings nur bis zu einer Dauer von sechs Monaten nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses. Für die außerordentliche Kündigung dieses Personenkreises während ihrer Amtszeit bzw. Kandidatur bedarf es der Zustimmung des Betriebsrats bzw. der zuständigen Personalvertretung.

Ein eigener besonderer Kündigungsschutz besteht für Schwerbehinderte. Der besondere Kündigungsschutz des Schwerbehinderten besteht darin, dass die Kündigung eines Schwerbehinderten durch den Arbeitgeber der vorherigen Zustimmung des Integrationsamtes bedarf. Dies gilt auch für eine außerordentliche Kündigung. Hierbei ist es gleich, ob die Kündigung ihre Ursache in der Behinderung hat oder nicht. Die Entscheidung des Integrationsamtes über die Zustimmung der Kündigung kann verwaltungsrechtlicher Kontrolle unterworfen werden, d.h. es gibt ein Widerspruchs- bzw. Klageverfahren. Dieser besondere Kündigungsschutz gilt übrigens auch für Gleichgestellte, und zwar rückwirkend seit Eingang ihres Gleichstellungsantrages bei der Agentur für Arbeit. Wichtig ist die rechtzeitige Information des Arbeitgebers über den Gleichstellungsantrag bis zu drei Wochen nach Ausspruch der Kündigung.
Der Kündigungsschutz gilt auch für Änderungskündigungen, d.h. wenn der Arbeitgeber mit der Kündigung ein Vertragsangebot verbindet, das Arbeitsverhältnis zu geänderten Arbeitsbedingungen fortzusetzen. Der Arbeitgeber darf nämlich nicht einseitig den Arbeitsvertrag (egal ob mündlich oder schriftlich) ändern. Mit der Änderungskündigung kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmer vor die Wahl stellen, entweder einen anderen Arbeitsplatz zu akzeptieren oder aber den Betrieb verlassen zu müssen. Der Arbeitnehmer kann allerdings bei einer Änderungskündigung wählen, ob er die Kündigungsschutzklage erheben oder nur gegen die Änderungen der Arbeitsbedingungen klagen will. Will er seinen Arbeitsplatz nicht aufs Spiel setzen, so hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit, das Angebot des Arbeitgebers auf Abänderung des Arbeitsvertrags binnen drei Wochen nach Zugang der Kündigung unter Vorbehalt anzunehmen, d.h. unter dem Vorbehalt, dass die Änderung des Arbeitsbedingungen nicht sozial ungerechtfertigt ist. Insoweit gilt die dreiwöchige Klagefrist.

Eine außerordentliche, umgangssprachlich auch fristlose Kündigung, setzt voraus, dass der Arbeitgeber die Frist des § 626 BGB beachtet. Er ist gehalten, binnen zwei Wochen nach Kenntnis vom Kündigungsgrund die Kündigung gegenüber dem Arbeitnehmer auszusprechen. Grundsätzlich sind fristlose Kündigungen dann gerechtfertigt, wenn der Vertrauensbereich im Arbeitsverhältnis nachhaltig verletzt ist (Diebstahl etc.).

2. Kündigungsschutzklage

Für neu eingestellte Arbeitnehmer gilt, dass der Kündigungsschutz für sie nur dann Anwendung findet, wenn mehr als 10 Arbeitnehmer dort beschäftigt sind. Dies gilt aber nicht für Arbeitnehmer, die vor dem 31.12.2003 eingestellt worden sind. Unter Zugrundelegung der bisherigen Anwendungsschwelle des Kündigungsschutzgesetzes behalten diese Arbeitnehmer ihren Kündigungsschutz solange, wie im Betrieb mehr als 5 Arbeitnehmer tätig sind, die am 31.12.2003 dort schon beschäftigt waren.

Wichtig ist weiterhin, dass die dreiwöchige Klagefrist unbedingt einzuhalten ist, nunmehr allerdings auch für die gerichtliche Geltendmachung der Unwirksamkeit einer Kündigung aus anderen Gründen, z.B. bei nicht ordnungsgemäßer Betriebsratsanhörung.

3. Kündigung und Abfindung

Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit im Falle einer betriebsbedingten Kündigung vorzeitig außergerichtlich die Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu klären:

Seit dem 01.01.2004 kann gem. § 1 a KSchG von einer gesetzlichen Abfindung gesprochen werden. Wenn und soweit eine Kündigung dem Kündigungsschutzgesetz unterfällt (§ 23 KSchG), hat der Arbeitgeber bei einer Kündigung wegen dringender betrieblicher Erfordernisse die Möglichkeit, bereits in der Kündigungserklärung eine Abfindung anzubieten. Das Angebot gilt dabei nur, wenn der Arbeitnehmer nicht innerhalb der 3-Wochen-Frist eine Kündigungsschutzklage erhebt. Nach § 1 a Abs. 2 KSchG ist eine Abfindung von 0,5 Monatsverdiensten für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses vorgesehen. Bei der Ermittlung der Dauer des Arbeitsverhältnisses wird ein Zeitraum von mehr als 6 Monaten auf ein volles Jahr aufgerundet. Der Arbeitnehmer hat also im Falle eines solchen Vorgehens des Arbeitgebers die Möglichkeit, entweder das Abfindungsangebot anzunehmen und keine Kündigungsschutzklage zu erheben oder es abzulehnen und innerhalb von 3 Wochen seit Zustellung der Kündigung Klage beim Arbeitsgericht auf Feststellung zu erheben, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht beendet wurde.

Dann kann es immer noch im Rahmen des Kündigungsschutzprozesses auf die Zahlung einer Abfindung hinauslaufen. Im Rahmen des Verhandlungstermins beim Arbeitsgericht (Gütetermin) wird häufig das Arbeitsverhältnis gegen Zahlung einer entsprechenden Abfindung doch aufgelöst. Möglich ist, dass sich die Höhe einer Abfindung an den Vorgaben des § 1 a KSchG orientieren wird. Der Arbeitnehmer kann natürlich auch auf Erhalt des Arbeitsplatzes klagen, wobei man auch in einem solchen Prozess versuchen kann, die Auflösung des Arbeitsverhältnisses ggf. gegen Zahlung einer höheren Abfindung zu vereinbaren. Klar ist allerdings, dass der Arbeitgeber nicht mehr an das Angebot gebunden ist. Es steht jedoch zu erwarten, dass durchaus auch höhere Abfindungen auszuhandeln sind.

4. Interessenausgleich und Sozialauswahl

Die gerichtliche Überprüfung der Sozialauswahl ist auf grobe Fehlerhaftigkeit beschränkt, wenn ein Interessenausgleich zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat vereinbart wurde und die zu kündigenden Arbeitnehmer in einer Namensliste benannt sind. Die Darlegungslast und die Beweislast für die Fehlerhaftigkeit der Sozialauswahl liegt bei dem klagenden Arbeitnehmer.

Tätigkeitsfelder

Schmiede

Wir werben auf unserem Briefkopf nicht mit Fachanwaltsbezeichnungen!

Dies hat gute Gründe

Offensichtlich ist die Bezeichnung „Fachanwalt“ an die Bezeichnung „Facharzt“ der Ärzteschaft angelehnt. Während aber beispielsweise der Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten eine Weiterbildungszeit von 60 Monaten an einer Weiterbildungsstätte absolvieren muß, wird man Fachanwalt für Strafrecht, wenn man unter anderem an einem anwaltsspezifischen Lehrgang teilgenommen hat, der eine Gesamtdauer von mindestens 120 Stunden aufweist, und 60 Strafrechtsfälle (davon mindestens 40 Hauptverhandlungstage vor dem Schöffengericht oder einem übergeordneten Gericht) nachweisen kann.

Wir halten das für eine Farce.

Die Fachanwaltsordnung zeigt Ihnen die Einzelheiten.

Rechtsanwalt Andreas Jede war jahrelang Mitglied derjenigen Abteilung der Rechtsanwaltskammer, welche die Führung der Fachanwaltsbezeichnungen gestattet. Er durfte etlichen exzellenten Kollegen die Bezeichnung verleihen. Er mußte aber auch einigen Kollegen das Führen der Bezeichnung gestatten, die zwar alle Voraussetzungen nach der Fachanwaltsordnung erfüllten, von denen er aber aus der beruflichen Tätigkeit den Eindruck gewann, daß sie schon den allgemeinen beruflichen Anforderungen nicht gerecht würden.

Auf die Qualität kommt es an!

Der Rechtsanwaltskammer ist es aus rechtlichen Gründen nicht gestattet, die Kollegen auf ihre fachlichen Fähigkeiten hin zu überprüfen. Wer die Voraussetzungen nach der Fachanwaltsordnung nachweisen kann muß zugelassen werden. Wir halten die Fachanwaltsbezeichnungen nicht für das entscheidende Qualitätsmerkmal.
Stattdessen sind wir einen anderen Weg der Qualitätssteigerung gegangen. Wir haben uns unter anderem auf Personengruppen und Sachverhalte spezialisiert.

Beispiele für eine fachliche Qualifikation

Jagdrecht und Waffenrecht
Bei einem Jäger erfolgt plötzlich eine Durchsuchung der Wohnräume. Ein Mitglied unserer Kanzlei wird über den Notruf 01805/72 5333 (0,14 Eur/Min. aus dem Festnetz; maximal 0,42 Eur/Min. aus den Mobilfunknetzen) verständigt und wohnt der Durchsuchung bei. Brauchen Sie den Fachanwalt für Strafrecht, der regelmäßig die Aufbewahrungspflichten für Waffen und Munition nicht kennen wird? Bitten Sie einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht hinzu, der zwar das Verwaltungsverfahren aus dem Effeff kennt aber die Brisanz der 12/76er im falschen Schrank nicht erkennen kann? Oder doch besser den Anwalt, der seit Jahren die Jäger mit ihren Problemen und Problemchen betreut?

Arztrecht
Sie sind Kassenarzt und wollen die Praxis an einen Nachfolger übergeben, Ihren Kassenarztsitz haben Sie in einem Planungsbereich, in dem die Überversorgung festgestellt ist? Welchen Fachanwalt wollen Sie hier hinzuziehen? Hier sind vielfältige Fragen von der Vertragsgestaltung bis zur Übergabe der Patientenkartei zu klären. Vertragsrecht, Kassenarztrecht, Öffentliches Recht, Allgemeines Arztrecht, Strafrecht, Steuerrecht sind zu berücksichtigen. Fragen Sie Ihre Kollegen, welcher Anwalt ihnen bei der Übergabe geholfen hat und ob sie ihn weiterempfehlen.

Wenn bei der Bearbeitung eines Auftrages fachliche Probleme entstehen, was nicht selten ist, werden sie mit den anderen Kollegen der Kanzlei ausführlich erörtert. Hier nicht vorhandene Spezialkenntnisse werden extern eingekauft oder aber wir leiten den Auftrag in Absprache mit dem Mandanten an einen oder mehrere externe Kollegen weiter und koordinieren auf Wunsch deren Tätigkeiten.